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Änderung bei der Wärmepumpen-Förderung

Etwas weniger Förderung bei Normalverdienern, mehr Bonus bei Haushalten mit geringem Einkommen.

Tja, manchmal geht es schneller als gedacht 😲. Das BEG-Förderprogramm wurde - wie von langer Hand angekündigt - überarbeitet.

Aktueller Stand [08.07.2026 – 20:00 Uhr – ohne Gewähr]

Zeitplan

• Die Bundesregierung senkt die staatliche Heizungstausch-Förderung (Gebäudeförderung/BEG) bereits ab dem 21. Juli.

• Ab Donnerstag (9. Juli) bis zum 20. Juli werden übergangsweise keine neuen Anträge angenommen.

• Ab dem 21. Juli gelten für neue Anträge nur noch die neuen Bedingungen; bereits zugesagte Förderungen bleiben unberührt, bereits eingereichte Anträge werden noch nach den alten Regeln geprüft.

Konkrete Änderungen

• Grundförderung: Bisher 30 Prozent der Kosten, gedeckelt bei 30.000 Euro förderfähigen Kosten. Dieser Deckel sinkt zunächst auf 28.000 Euro und danach alle sechs Monate um weitere 750 Euro.

• Klimageschwindigkeitsbonus (bisher zusätzlich 20 Prozent für selbstnutzende Eigentümer): Er sinkt künftig alle sechs Monate um vier Prozentpunkte und läuft 2029 komplett aus.

Neue Einkommensstaffelung beim Zusatzbonus

• Der bisherige Einkommensbonus (30 Prozent für Haushalte unter 40.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen) wird ausdifferenziert:

o unter 30.000 Euro: Bonus steigt auf 40 Prozent

o 30.000–40.000 Euro: bleibt bei 30 Prozent

o 40.000–50.000 Euro: neu 10 Prozent

• Erstmals wird zudem ein Familienzuschlag eingeführt.

Begründung und finanzielle Ziele

• Die Regierung will damit bis 2030 rund 2,1 Milliarden Euro einsparen; weitere 600 Millionen Euro sollen über Rückflüsse aus dem EU-Klima-Sozialfonds hereinkommen.

• Das Wirtschaftsministerium argumentiert, die Anpassung schaffe Planungssicherheit für die Branche und erhöhe zugleich den Kostendruck — Ziel ist, die im europäischen Vergleich hohen Installationskosten (z. B. für Wärmepumpen) in Deutschland zu senken.

• Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betont, die Förderung bleibe bestehen, werde aber zielgerichteter eingesetzt und trage zur Haushaltskonsolidierung bei.

Weiterhin hohe Fördersummen

• Trotz Kürzungen bleiben die Budgets groß: Für 2027 sind rund 12,56 Milliarden Euro eingeplant, bis 2030 sinkt der jährliche Ansatz auf knapp zehn Milliarden Euro.

Kurz gesagt: Wer einen Heizungstausch plant und noch die alten Konditionen sichern wollte, hätte bis heute einen Antrag stellen müssen — ab morgen gilt der Antragsstopp, danach die neuen Konditionen.

Geringverdiener und Familien werden dabei etwas besser gestellt, während die Förderung insgesamt schrittweise abschmilzt.

#Waermepumpe #BEG